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Stand: 15.01.2026 Neuigkeiten

Demokratie als Gefühl: Ausstellung in der Wenzelburg

Demokratie Vernissage Kirchmayer

Theresa Hub (links) und Lena Lugert von der Initiative "(L)aufeinander zugehen" begrüßten die Gäste zu Vernissage in der Burgstube.

Foto: Andreas Kirchmayer/ Stadt Lauf

Mit dem Thema Demokratie beschäftigt sich die Ausstellung "Wie fühlt sich Demokratie für dich an?" in der Burgstube der Laufer Wenzelburg. Dabei geht es um den persönlichen Zugang zur Demokratie aus der Sicht verschiedener Menschen, darunter Kindergartenkinder, Senioren, Schüler und Asylbewerber. Auch in der evangelischen und in der katholischen Kirchengemeinde entstanden Werke. Die Vernissage fand am Mittwochabend statt.

Organisator der Ausstellung ist die Initiative "(L)aufeinander zugehen", die nach eigenen Angaben kurz vor der Vereinsgründung steht. Die Eltern von Kindern aus dem Eckert'schen Kindergarten hatten das Bedürfnis, sich mehr für ein gesellschaftliches Miteinander einzusetzen, wie Theresa Hub erklärt. 

Zu der Vernissage waren rund 100 Menschen gekommen, darunter Bürgermeister Thomas Lang, Landrat Armin Kroder, mehrere Stadträte und die evangelischen Pfarrer Jan-Peter Hanstein und Lisa Nikol-Eryazici. Die Plakate hängen bereits seit Dezember an vielen Orten in Lauf. "Demokratie ist kein Selbstläufer", sagte Mitorganisatorin Lena Lugert bei der Begrüßung der Gäste der Vernissage. 

Bürgermeister Thomas Lang drückte seine Begeisterung darüber aus, dass zu der Vernissage so viele Menschen gekommen waren. Er bedankte sich bei den Initiatorinnen für ihren Einsatz. "Demokratische Beschlüsse werden immer mehr infrage gestellt", beklagte der Bürgermeister. "Die Sprache wird rauer, Kompromisse werden als Schwäche ausgelegt, das Vertrauen in die Parlamente schwindet", so Lang. Umso wichtiger seien der persönliche Austausch und Begegnungen. "Demokratie lebt von Beteiligung", betonte der Bürgermeister.

Landrat Armin Kroder erinnerte an den Fall der Berliner Mauer und das damalige Gefühl, dass sich die Demokratie weltweit durchsetzen werde. Das habe sich nicht bewahrheitet. Nun sei die Demokratie auch in Deutschland von außen und innen unter Druck. "Demokratie achtet die Rechte eines jeden Einzelnen. Und in der Demokratie bestimmen Mehrheiten", betonte der Landrat. Er dankte allen Teilnehmern für ihr Kommen zu diesem "Fest der Demokratie" und hofft, dass die Bewegung "(L)aufeinander zugehen" noch größer wird.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 18. Januar, in der Burgstube der Wenzelburg zu sehen.