Kurt Kolbe: Dauerausstellung in der Wenzelburg

Bürgermeister Thomas Lang und Kurt Kolbes Schwester Hedi Seebode bei der Vernissage in der Wenzelburg.
Foto: Reinhard DornSeit dem vergangenen Wochenende gibt es einen Grund mehr, die Laufer Wenzelburg zu besichtigen, denn am Sonntag wurde dort eine beeindruckende Dauerausstellung von Gemälden des Wahl-Oedenbergers Kurt Kolbe eröffnet. Die Familie des Verstorbenen hat nun der Stadt Lauf 93 Werke geschenkt und damit die Ausstellung möglich gemacht. Bei der Vernissage sprach Bürgermeister Thomas Lang von einem "Stück Kulturgeschichte unserer Stadt" und würdigte die vielseitigen Talente Kolbes, der die Kunstszene Laufs und der Umgebung während seiner Lebzeiten geprägt und gestaltet hat. Glasfenster, Mosaike, Wandmalereien und mehr finden sich in und an öffentlichen Gebäuden und Kirchen im weiteren Umfeld der Kreisstadt. Die Dauerausstellung bereichere nun die Wenzelburg, so Lang. Der Bürgermeister bedankte sich bei der Familie Kolbes, dem Freistaat Bayern als Hausherr, aber auch dem Stadtarchiv und dem Kulturamt für die Umsetzung.
Sebastian Kolbe, der Sohn des Verstorbenen, betonte in einer Videobotschaft, das Werk seines Vaters solle dort zur Ruhe kommen, wo er gelebt und gewirkt hat.
Stadtarchivarin Ina Schönwald sprach über das Leben des Künstlers von der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tod 2016. Eine Ausstellung hatte es in Lauf bereits 2018 gegeben.
Kolbes Schwester Hedi Seebode übergab die Werke „öffentlich und offiziell an die Stadt“. Beim Kulturamt, dem Stadtarchiv und deren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedankte sie sich nachdrücklich.
Die neunjährige Lisa Heinloth, die 2026 den 1. Preis bei „Jugend musiziert“ im Fach Klavier gewonnen hat, umrahmte die Veranstaltung musikalisch am Flügel.
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Wenzelburg besichtigt werden. Einen Katalog mit Werken Kolbes, der über die Ausstellung hinausgeht, gibt es zum Preis von 15 Euro ebenfalls in der Wenzelburg
