Wenzelburg als Bühne für Gruselstücke

Die Aufführungen der "English Dramatic Society" kamen auch dank des gekonnten Einsatzes von Geräuschen sehr gut an.
Foto: Edith LinkAm vergangenen Wochenende wurden die Wenzelburg und der Kaisersaal an zwei Abenden zur Kulisse für spannende Geschichten aus dem Viktorianischen Zeitalter. Veranstalter war die English Dramatic Society, organisiert wurde die Veranstaltung vom Sprachenzentrum der Universität Erlangen-Nürnberg, dem Institut für Theater- und Medienwissenschaften, dem Experimentiertheater & Medienstudio Adrian Baumeister und Alexander Eichmüller sowie von Anja Schwemmer von der Abteilung Kultur und Freizeit der Stadtverwaltung Lauf.
An den beiden Abenden verwandelte sich die Burg in eine Welt voller flackernder Kerzen, versteckter Geheimnisse und ruheloser Seelen, die in den alten Mauern umherspuken. Im ersten Stück ging es um ein verschwundenes Haus, das aus dem Nebel kurz vor Mitternacht wieder auftaucht und in dem für kurze Zeit alle Personen zum Leben erwachen. Im zweiten Stück nach der Pause tauchte ein Jahrmarkt auf. Vor langer Zeit war dort jemand aus dem Riesenrad gestürzt und nun sollte ein neuer Besucher den Tod finden.
Es war faszinierend zu erleben, wie auf ganz ruhige Art Geschichten gelesen wurden, die quasi von den Schauspielern illustriert und mit Geräuschen versehen wurden. Sie orientierten sich an Jack Foley, der als Geräuschemacher für Filme arbeitete und als Koryphäe seines Fachs gilt. Im vorderen Teil der Bühne wurde gespielt, im hinteren Teil wurden die Geräusche produziert, an einer Leinwand erschienen Bilder zur Geschichte. Die Geräuschemacher schafften es, die Phantasie des Publikums anzuregen.
