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Artenvielfalt im Garten

Igel im Garten Symolfoto Pexels Erik Karits

Mit einigen einfachen Maßnahmen kann man dafür sorgen, dass sich Igel, Vögel und Co. im eigenen Garten wohlfühlen.

Foto: Pexels/ Erik Karits

Ein Garten kann weit mehr sein als eine gepflegte Rasenfläche mit Blumenbeeten und einer Hecke. Er kann ein kleines Stück Natur sein – mitten im Wohngebiet. Mit vergleichsweise einfachen Mitteln lässt sich ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen schaffen.

Ob Bienen, Schmetterlinge, Käfer, Igel, Vögel oder Eidechsen: Ein naturnah gestalteter Garten kann ihnen Nahrung, Verstecke, Nistmöglichkeiten und Überwinterungsplätze bieten. Und ganz nebenbei entsteht ein Garten, der sich über das Jahr verändert, summt, zwitschert und immer wieder neue Beobachtungen ermöglicht.

Die Natur im Landkreis Nürnberger Land ist vielfältig. Hier gibt es Wald, Wiesen, Hecken, Teiche, Bäche und die für die Region charakteristischen Streuobstwiesen und Hutangerflächen. Diese Vielfalt lässt sich im eigenen Garten aufgreifen. Man kann unterschiedliche Strukturen miteinander verbinden: Blütenpflanzen, Sträucher, Bäume, offene Bodenstellen, Totholz, Laub, Wasser und möglichst wenig versiegelte Fläche. Ein solcher Garten funktioniert wie ein kleines Netzwerk. Pflanzen bieten Insekten Nahrung. Insekten werden wiederum von Vögeln, Igeln und anderen Tieren gefressen. Sträucher und Bäume bieten Nistplätze und Verstecke. Laub- und Reisighaufen schaffen Winterquartiere. So entsteht nach und nach ein lebendiges Ökosystem.

Insekten: Die kleinen Helfer sind unverzichtbar

Wer an tierfreundliche Gärten denkt, denkt häufig zuerst an Vögel oder Igel. Doch am Anfang vieler Nahrungsketten stehen Insekten. Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer, Schmetterlinge und viele andere Insekten übernehmen wichtige Aufgaben. Sie bestäuben Pflanzen und Obstbäume, zersetzen organisches Material oder dienen selbst als Nahrung für andere Tiere. Viele Insektenarten sind außerdem natürliche Gegenspieler von Schädlingen. Gerade deshalb ist ein Garten mit möglichst vielen verschiedenen heimischen Blütenpflanzen wertvoller als eine große, kurz gemähte Rasenfläche. 

Es bietet sich an, Pflanzen zu verwenden, die zu den hiesigen Böden und Lebensräumen passen. Je nach Standort können beispielsweise heimische Wildstauden, Kräuter und Wiesenpflanzen wie Wiesensalbei, Glockenblumen, Margeriten, Flockenblumen, Schafgarbe oder Thymian eingesetzt werden. Entscheidend ist nicht, möglichst viele verschiedene Pflanzen auf einmal zu kaufen. Viel wichtiger ist ein möglichst langes Blütenangebot vom Frühjahr bis in den Herbst.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein sogenanntes Insektenhotel automatisch einen besonders insektenfreundlichen Garten schafft. Tatsächlich ist das Nahrungsangebot noch wichtiger. Wildbienen benötigen Blüten, aus denen sie Nektar und Pollen sammeln können. Viele Arten brauchen darüber hinaus geeignete Nistplätze im Boden, in Totholz oder in Pflanzenstängeln. Deshalb können offene, ungestörte Bodenstellen, abgestorbene Pflanzenstängel, Totholz und eine vielfältige Bepflanzung oft mehr bewirken als ein dekoratives Insektenhotel.

Der Igel braucht keine perfekte Ordnung

Kaum ein Gartentier ist so beliebt wie der Igel. Gleichzeitig zeigt gerade er besonders deutlich, warum ein bisschen Unordnung im Garten etwas Gutes sein kann. Igel sind nachts unterwegs und ernähren sich unter anderem von Insekten, Spinnen, Schnecken und deren Larven. Sie brauchen deshalb einen Garten, in dem es Nahrung und Versteckmöglichkeiten gibt. Hecken, dichtes Gebüsch, Laub, Reisig, Totholz und Komposthaufen können wichtige Strukturen für die Tiere sein. Ein aufgeräumter Garten mit kurz geschnittenem Rasen, versiegelten Flächen und lückenlosen Zäunen ist dagegen für einen Igel wenig attraktiv.

Besonders einfach lässt sich helfen, indem man im Herbst nicht jede Ecke gründlich aufräumt. Ein Haufen aus Laub und Ästen in einer ruhigen Gartenecke kann gleichzeitig Winterquartier für einen Igel und Lebensraum für zahlreiche Kleintiere sein. Auch Kröten, Eidechsen, Spinnen und Insekten profitieren von solchen Strukturen. 

Ein besonders wichtiger Punkt wird häufig übersehen: Ein Garten kann noch so naturnah sein – wenn der Igel ihn nicht verlassen kann, hilft ihm das nur begrenzt. Igel durchstreifen nachts größere Gebiete und wechseln dabei von Garten zu Garten. Deshalb sollten Grundstücke miteinander verbunden sein. Ein kleiner Durchgang im Zaun – beispielsweise etwa 10 × 10 Zentimeter – kann bereits ermöglichen, dass ein Igel von einem Garten in den nächsten gelangt. Gerade in Siedlungen kann aus vielen einzelnen, miteinander verbundenen Gärten ein überraschend großes zusammenhängendes Lebensraum-Netz entstehen.

Warum Mähroboter für Igel so gefährlich sind

Igel sind keine klassischen Fluchttiere. Wenn sie sich bedroht fühlen, laufen sie nicht unbedingt weg, sondern bleiben stehen oder rollen sich zu einer Kugel zusammen. Genau dieses Verhalten kann gegenüber einem Mähroboter fatal sein. Der Roboter erkennt einen kleinen, regungslosen Igel je nach Gerät und Situation möglicherweise nicht rechtzeitig als Hindernis. Besonders Jungigel sind gefährdet, weil sie so klein sind, dass sie unter bestimmte Geräte geraten können.

Die Folgen können schwere Schnittverletzungen bis hin zum Tod sein. Problematisch ist zudem, dass der Besitzer häufig gar nichts davon mitbekommt: Der Roboter fährt selbstständig und wird insbesondere nachts oft unbeaufsichtigt eingesetzt. Eine aktuelle wissenschaftliche Übersicht des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) beschreibt genau diese Kombination aus dem Verhalten der Igel, ihrem nächtlichen Aktivitätsmuster und dem autonomen Betrieb der Geräte als besonderes Problem.

Igel sind überwiegend nachtaktiv. Sobald es dämmert, verlassen sie ihre Verstecke und gehen auf Nahrungssuche. Dabei durchstreifen sie auch Rasenflächen auf der Suche nach Käfern, Würmern, Larven und anderen Kleintieren. 

Das bedeutet: Ausgerechnet dann, wenn der Garten für den Igel interessant wird, wird er häufig vom Mähroboter befahren. Mähroboter sollten in der Dämmerung und nachts nicht eingesetzt werden. 

Auch moderne Sensoren sind dabei kein Grund für eine falsche Sicherheit. Technische Hinderniserkennung kann das Risiko reduzieren, aber nicht ausschließen. Gerade kleine Tiere oder ein teilweise verdeckter Igel können problematisch sein. 

Was sollte man als Besitzer eines Mähroboters beachten?

Die sicherste Lösung für Igel ist es, ganz auf Mähroboter zu verzichten. Wenn man das nicht möchte, sollte man einige Regeln beherzigen:

  • Niemals nachts oder in der Dämmerung mähen lassen. Das ist die wichtigste Maßnahme. Der Bund Naturschutz empfiehlt ausdrücklich, die Mähzeiten auf den Tag zu verlegen.
  • Am besten in den Vormittagsstunden mähen lassen. So lässt sich die Überschneidung mit der Hauptaktivitätszeit der Igel möglichst gering halten. 
  • Vor dem Mähen den Garten kontrollieren. Besonders unter Hecken, Sträuchern und in dicht bewachsenen Bereichen können Igel tagsüber schlafen. 
  • Ruhezonen vom Mähbereich ausschließen. Wilde Ecken, Laubhaufen, Reisighaufen und dichtes Gebüsch sollten möglichst nicht vom Roboter befahren werden.
  • Besonders im Frühjahr und Herbst aufmerksam sein. Nach dem Winterschlaf sind Igel besonders aktiv; im Herbst sind zudem junge Igel unterwegs. Gerade kleine Jungtiere können für die Sensorik problematisch sein. 
  • Die Sicherheitstechnik des eigenen Modells prüfen. Hinderniserkennung ist sinnvoll, sollte aber nicht mit einem vollständigen Schutz von Wildtieren verwechselt werden.
  • Den Garten insgesamt naturnah gestalten. Weniger Rasen und mehr Wildblumen, Stauden, Hecken, Laub und Totholz schaffen Lebensraum und Nahrung für die Tiere.
  • Auch andere Gartengeräte vorsichtig einsetzen. Motorsensen, Fadenmäher und Freischneider können für schlafende Igel unter Hecken sogar besonders gefährlich sein. Vor deren Einsatz sollte man entsprechende Bereiche gründlich kontrollieren. 

 

Noch besser: weniger Rasen

Ein wichtiger Punkt wird bei der Diskussion um Mähroboter manchmal übersehen: Das Problem ist nicht nur der mögliche Unfall mit einem Igel. Ein Rasen, der ständig sehr kurz gehalten wird, bietet vergleichsweise wenig Lebensraum. Häufiges Mähen reduziert Blütenpflanzen und damit auch das Nahrungsangebot für Insekten. Weniger Insekten bedeuten wiederum weniger Nahrung für Igel und viele Vögel. Regelmäßiges Mähen kann sich also negativ auf die Artenvielfalt auswirken.

Ein guter Kompromiss kann deshalb sein, nur die Flächen kurz zu halten, die man tatsächlich nutzt: beispielsweise eine kleine Rasenfläche zum Spielen oder Liegen sowie gemähte Wege. Andere Bereiche dürfen sich zu einer Wiese entwickeln. So wird aus dem Garten nicht nur ein gepflegter Ort für Menschen, sondern gleichzeitig ein Lebensraum für Insekten, Igel und Vögel.

Vögel profitieren von mehr als einem Vogelhaus

Auch für Vögel ist ein vielfältiger Garten interessant. Amseln, Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönige, Haussperlinge und andere Arten finden dort Nahrung und Deckung.

Ein vogelfreundlicher Garten sollte deshalb nicht nur aus einem aufgehängten Nistkasten und einem Futterhäuschen bestehen. Viel wichtiger sind natürliche Strukturen: heimische Sträucher, Bäume, Blütenpflanzen, Beeren, Samen und Totholz. Der LBV empfiehlt für vogelfreundliche Gärten unter anderem beerentragende Gehölze, heimische Blühpflanzen und Totholz. Sträucher wie Weißdorn, Schlehe, Wildrosen oder Holunder können dabei gleich mehrere Funktionen erfüllen. Sie bieten Blüten für Insekten, Früchte für Vögel und dichte Zweige als Schutz- und Nistplatz.

Streuobstbestände gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Alte Obstbäume bieten Blüten, Früchte, Baumhöhlen und Totholz und können dadurch zahlreichen Tierarten Lebensraum bieten. Wer genügend Platz hat, kann deshalb einen Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- oder Kirschbaum pflanzen und darunter eine artenreiche Wiese entwickeln lassen. Damit holt man sich ein kleines Stück typisch fränkischer Kulturlandschaft in den eigenen Garten.

Auch weniger bekannte Gartenbewohner profitieren

Ein naturnaher Garten ist nicht nur für die auffälligen Tiere interessant. Unter einem Holzstapel können Asseln und Käfer leben. In einem Laubhaufen überwintern Kleintiere. Zwischen Steinen finden Spinnen und Insekten Unterschlupf. In geeigneten Gärten können Blindschleichen, Eidechsen oder Amphibien auftauchen. Totholz wird von Pilzen und zahlreichen Kleinlebewesen besiedelt und entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem eigenen kleinen Lebensraum.

Nicht jede Ecke eines Gartens muss für den Menschen unmittelbar nützlich sein. Ein abgestorbener Baumstamm, eine wilde Ecke oder ein liegen gelassener Laubhaufen mögen auf den ersten Blick unordentlich aussehen. Aus ökologischer Sicht können sie jedoch ausgesprochen wertvoll sein.

Heimische Pflanzen statt exotischer Einheitsbepflanzung

Für einen tierfreundlichen Garten lohnt es sich, bei der Auswahl der Pflanzen genauer hinzusehen. Heimische Pflanzen haben den großen Vorteil, dass sie Teil unserer regionalen Nahrungsketten sind. Viele heimische Insektenarten sind im Laufe ihrer Entwicklung an bestimmte Pflanzenfamilien oder Pflanzenarten angepasst.

Gartenbesitzer können sich dabei an der regionalen Landschaft orientieren. Auf trockenen und sonnigen Flächen können beispielsweise Thymian und andere trockenheitsverträgliche Wildpflanzen interessant sein. In einer klassischen Gartenfläche können heimische Stauden und Wiesenpflanzen für ein langes Blütenangebot sorgen. Sträucher und Obstbäume ergänzen die vertikale Struktur. Auch eine kleine Fläche kann dabei einen Unterschied machen. Selbst ein schmaler Blühstreifen entlang des Zauns ist wertvoller als eine vollständig kurz gehaltene Rasenfläche.

Weniger Pflege kann mehr Natur bedeuten

Ein tierfreundlicher Garten muss nicht zwangsläufig mehr Arbeit machen. Im Gegenteil: Wer der Natur etwas Raum lässt, kann sich manche Arbeit sogar sparen.

Ein Teil des Rasens kann seltener gemäht werden. Pflanzenstängel dürfen über den Winter stehen bleiben. Herbstlaub kann unter Sträuchern liegen bleiben. Äste und Zweige können in einer Gartenecke gesammelt werden, anstatt sie sofort zu entsorgen.

Dabei muss ein Naturgarten keineswegs ungepflegt wirken. Entscheidend ist die bewusste Gestaltung: Eine klar gepflegte Terrasse kann neben einer wilden Blumenwiese liegen. Ein gemähter Weg kann durch eine höhere Wiese führen. Ein Gemüsebeet kann an eine Hecke grenzen.

Es geht also nicht darum, den Garten sich selbst zu überlassen. Es geht darum, unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlicher Intensität zu pflegen.

Wasser ist ein weiterer wichtiger Baustein

Eine flache Wasserstelle kann für viele Tiere attraktiv sein. Gerade in heißen und trockenen Sommern ist sauberes Wasser wertvoll.

Für Vögel eignet sich beispielsweise eine flache Vogeltränke. Auch Igel können von einer sicheren Wasserstelle profitieren. Ein Gartenteich kann darüber hinaus einen Lebensraum für zahlreiche weitere Arten schaffen.

Wichtig ist dabei, auf sichere Ausstiegsmöglichkeiten zu achten. Steile, glatte Gefäße oder Schächte können für Tiere zu Fallen werden. Eine flache Schale oder ein Teich mit flachen Uferbereichen ist daher besser geeignet.

Auf Gift und unnötige Chemie verzichten

Wer möglichst viele Tiere in seinem Garten willkommen heißen möchte, sollte auf chemische Pflanzenschutzmittel möglichst verzichten.

Denn ein Mittel gegen einen vermeintlichen „Schädling“ trifft häufig nicht nur die gewünschte Zielart. Gleichzeitig können genau jene Insekten verschwinden, die Vögeln und Igeln als Nahrung dienen.

Auch Schneckenkorn sollte nicht leichtfertig eingesetzt werden. Ein vielfältiger Garten mit natürlichen Verstecken und verschiedenen Tierarten kann langfristig dazu beitragen, dass sich ein ökologisches Gleichgewicht entwickelt. Für Igel empfiehlt der LBV ausdrücklich, auf Gifte und Pflanzenschutzmittel zu verzichten. 

Der besondere Reiz eines tierfreundlichen Gartens liegt darin, dass man Naturschutz nicht irgendwo weit entfernt betreiben muss.

Man kann morgens eine Amsel beobachten, die im Beet nach Würmern sucht. Im Sommer fliegen Wildbienen zwischen den Blüten. Abends kommt vielleicht ein Igel aus seinem Versteck. Im Herbst raschelt das Laub und bietet Kleintieren Schutz. Im Winter bleiben Samenstände stehen und liefern Vögeln Nahrung. Aus einem Garten wird so ein lebendiger Teil der Landschaft.

 

Was jeder Gartenbesitzer sofort tun kann

Ein tierfreundlicher Garten muss nicht auf einmal komplett umgestaltet werden. Schon wenige Maßnahmen können einen Unterschied machen:

 

  • Eine Ecke wild wachsen lassen: Nicht jede Fläche muss regelmäßig gemäht werden.
  • Heimische Blühpflanzen setzen: Besonders wertvoll ist ein möglichst langes Blütenangebot.
  • Hecken und heimische Sträucher pflanzen: Sie bieten Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten.
  • Laub liegen lassen: Vor allem unter Sträuchern und Bäumen ist Herbstlaub wertvoll.
  • Reisig und Totholz nutzen: Ein kleiner Haufen reicht bereits als Lebensraum.
  • Offene Bodenstellen erhalten: Sie können unter anderem für bodennistende Wildbienen wichtig sein.
  • Auf Pestizide verzichten: Damit bleiben Nahrungsketten erhalten.
  • Eine flache Wasserstelle anbieten: Das hilft besonders in trockenen Perioden.
  • Zäune durchlässig gestalten: Ein etwa 10 × 10 Zentimeter großer Durchgang kann Igeln den Wechsel zwischen Gärten ermöglichen. 
  • Mähroboter mit Bedacht einsetzen: Igel sind vor allem nachts und in der Dämmerung unterwegs; der BUND Naturschutz empfiehlt deshalb, Mähroboter nur tagsüber einzusetzen oder ganz darauf zu verzichten. 
  • Einen Obstbaum pflanzen: Ein heimischer Apfel-, Birnen-, Kirsch- oder Zwetschgenbaum kann über viele Jahre Nahrung und Lebensraum schaffen.

Ein bisschen Wildnis ist ein Gewinn

Vielleicht ist das Schönste an einem tierfreundlichen Garten, dass er nicht nur den Tieren etwas bringt. Ein Garten voller Leben ist abwechslungsreicher. Kinder können beobachten, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird, Vögel beim Nestbau entdecken oder abends einen Igel auf seiner Runde sehen. Erwachsene erleben den Wechsel der Jahreszeiten unmittelbarer und können beobachten, wie sich der Garten mit der Zeit entwickelt.

Und wer einmal erlebt hat, wie viele Tiere sich in einem scheinbar kleinen Garten einfinden können, betrachtet eine „wilde Ecke“ vielleicht nicht mehr als Unordnung, sondern als ein Zuhause für Tiere.

Ein tierfreundlicher Garten ist damit kein Ersatz für die großen Naturschutzgebiete und artenreichen Landschaften der Region. Aber er kann ein wichtiger kleiner Baustein sein. Viele einzelne Gärten, die miteinander verbunden sind und der Natur Raum lassen, können zusammen ein Netzwerk aus Lebensräumen bilden.