Erinnerung an Bücherverbrennung im Nationalsozialismus

Bürgermeister Thomas Lang (Bildmitte, im Hintergrund) und seine Stellvertreterin Erika Vogel lasen im Burghof.
Foto: Andreas Kirchmayer/ Stadt LaufZum fünften Mal fand in Lauf die Aktion „Lesung aus verbrannten Büchern“ statt, die von der Stadtbücherei Lauf und der VHS Unteres Pegnitztal organisiert wurde. Damit wird an die öffentlichen Bücherverbrennungen im Nationalsozialismus im Jahr 1933 erinnert. Damals wurden die Werke hunderter größtenteils deutschsprachiger Autoren verboten und verbrannt, unter anderem Bertolt Brecht, Erich Kästner, Heinrich Heine, Albert Einstein und Else Lasker-Schüler. Die Autoren galten aufgrund ihrer Weltanschauung oder ihres jüdischen Glaubens als „undeutsch“.
Die Aktion „Lesung aus verbrannten Büchern“ erinnert seit 2022 jährlich an diese Propaganda-Aktion der Nationalsozialisten. Bürgermeister Thomas Lang, seine beiden Stellvertreter Erika Vogel und Daniel Illauer, die Stadtratsmitglieder Norbert Maschler und Bernd Weller, VHS-Geschäftsstellenleiter Denis Leifeld, der stellvertretende Leiter des Industriemuseums, Peter Kraus, sowie die Seniorenbeauftragte Gertrud Behrmann-Haas lasen in diesem Jahr in der VHS-Geschäftsstelle, im Burghof, in der Stadtbücherei und im Industriemuseum aus Werken, die 1933 in die Flammen geworfen wurden, darunter Franz Kafkas „Das Schloss“ und Thomas Manns „Unordnung und frühes Leid“.
Bürgermeister Thomas Lang betont, wie wichtig die Aktion ist. „Die Bücherverbrennungen im Jahr 1933 zeigten eindrücklich, worum es den Nationalsozialisten ging: Wer nicht dazugehörte, war ein Feindbild, dessen Werke es verdient hatten, verbrannt zu werden. Wir wissen alle, was in den folgenden Jahren in Deutschland geschah. Es ist wichtig, dass wir uns an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern, um zu verhindern, dass sich Geschichte wiederholt.“
