Emuge ist weltweit aktiv, aber in Lauf zuhause

Bürgermeister Thomas Lang (3. v.l.) besuchte mit Dr. Mirjam Pekar-Milicevic (2. v.l.) das Unternehmen Emuge. Im Gespräch mit Co-Geschäftsführer Gerhard Knienieder (3. v.r.), seine Frau Ulrike Glimpel-Knienieder (2. v.r.) und ihre beiden Neffen Tim und Micha Pompe (links und rechts) ging es um die Situation des Unternehmens.
Foto: Andreas Kirchmayer/ Stadt LaufGemeinsam mit Dr. Mirjam Pekar-Milicevic von der Wirtschaftsförderung der Stadt Lauf hat Bürgermeister Thomas Lang das Laufer Unternehmen Emuge besucht. Mit Co-Geschäftsführer Gerhard Knienieder, dessen Frau Ulrike Glimpel-Knienieder sowie deren Neffen Tim und Micha Pompe tauschte sich der Bürgermeister über Herausforderungen und Chancen des Familienunternehmens aus.
Emuge ist als weltweit gefragter Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die Zerspanung und für Spannaufgaben einer der größten Arbeitgeber in Lauf, ein weiterer großer Standort befindet sich in Rückersdorf (Firma Franken). Die Automobilindustrie bleibt für Emuge zwar ein wichtiger Geschäftszweig, allerdings hat sich das Unternehmen mit weltweit rund 2000 Mitarbeitern in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt und damit auf die Krise in der Branche reagiert. Unter anderem liefert es Werkzeuge für die Medizintechnik, die Robotik, die Luft- und Raumfahrt, die Rüstungs- und die Kraftwerksindustrie. "Wir müssen die Transformation stark vorantreiben", betonte Gerhard Knienieder bei dem Treffen. Schließlich muss mit einem weiteren Schrumpfen der Automobilindustrie gerechnet werden. Weitere Herausforderungen sind die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die US-Zollpolitik.
Emuge produziert zum Teil auch im Ausland, darunter in den USA und Indien. Bestimmte Produkte müssen aufgrund politischer Vorgaben in diesen Ländern selbst hergestellt werden. Der Hauptsitz des Unternehmens soll aber Lauf bleiben, betont Knienieder: "Wir fühlen uns hier wohl." Viele Beschäftigte kommen aus dem Landkreis Nürnberger Land, die Verkehrsanbindung ist sehr gut. Bei Besuchen in Lauf schwärmen Geschäftspartner aus den USA oder Asien von der malerischen Laufer Altstadt, wollen mitten in Lauf übernachten und auf dem Marktplatz ein Schäufele essen, sagt Knienieder. Umso wichtiger ist ihm ein lebendiger Marktplatz.
Lobende Worte findet Knienieder für das Laufer Ausbildungs- und Fachkräfteforum, das jährlich in der Staatlichen Berufsschule stattfindet. Viele Schüler werden dadurch auf Emuge aufmerksam. Wichtig ist für Emuge aber auch das Technologietransferzentrum Nürnberger Land. "Wir freuen uns total, dass das TTZ gut anläuft", so Knienieder. Der Standort brauche Start-Ups und Technologien, die es in der Region traditionell nicht gibt.
Emuge soll weiterhin ein Familienunternehmen bleiben. Tim und Micha Pompe, die beiden Urenkel des Firmengründers Richard Glimpel, sind bereits im Unternehmen angestellt und werden auf ihre verantwortungsvolle Rolle vorbereitet. Mit Seniorchef Helmut Glimpel (2. Unternehmensgeneration), Thomas Pompe (Mitglied der Geschäftsleitung) und Gerhard Knienieder (beide 3. Generation) stehen beide in engem Austausch. "Die Mitarbeiter freuen sich, dass es als Familienunternehmen weitergeht", sagt der Co-Geschäftsführer.
"Emuge ist ein Laufer Vorzeigeunternehmen, das es geschafft hat, sich am Weltmarkt zu behaupten, trotz der schwierigen Bedingungen in den vergangenen Jahren", lobt Bürgermeister Thomas Lang.
