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Stand: 16.07.2026 Neuigkeiten

Den Kitas fehlen die Kinder

Kita am Hardt Foto Kirchmayer

In der städtischen Kita "Am Hardt" (im Bild) sind die Betreuungszahlen stabil, fast alle Plätze sind besetzt. Bei manchen anderen Kitas und Krippen sieht es anders aus.

Foto: Andreas Kirchmayer/ Stadt Lauf

Immer mehr Betreuungsplätze in den städtischen Kitas und Krippen bleiben unbesetzt. Derzeit gibt es in den Einrichtungen der Stadt Lauf rund 80 freie Plätze, wie Silvana Kage-Gnan aus der Abteilung Bildung und Familie im Kinder-, Jugend- und Sozialausschuss am Dienstagabend mitteilte. Hintergrund ist der Geburtenrückgang in den vergangenen Jahren, ein bundesweiter Trend. 

Der Stadt Lauf ist die Kinderbetreuung und die Familienfreundlichkeit sehr wichtig, deshalb lässt sie sich die Kinderbetreuung viel Geld kosten. Zehn städtische Einrichtungen in sieben Gebäuden gibt es in Lauf und den Ortsteilen. Die Gebäude müssen instandgehalten und beheizt werden, das gut ausgebildete Personal muss angemessen bezahlt werden. Die Beiträge, die die Eltern für die Betreuung ihrer Kinder bezahlen, decken die Kosten nur zu einem kleinen Teil ab. Einnahmen aus Fördergeldern durch den Freistaat Bayern reduzieren sich durch den Rückgang der Betreuungszahlen. Dadurch entsteht ein jährlich wachsendes Defizit, über das Silvana Kage-Gnan die Ausschussmitglieder in der gestrigen Sitzung informierte.

Auf die gut ausgebildeten Arbeitskräfte und die damit verbundene hochwertige Betreuung der Kinder möchten Bürgermeister Thomas Lang und die Abteilung Familie und Bildung aber nicht verzichten. "Die qualitativ hochwertige Arbeit in unseren Kitas muss sichergestellt werden", betont Kage-Gnan. Die fehlenden Kinder schlagen sich in deutlich geringeren Buchungsstunden nieder, was wiederum Auswirkungen auf das benötigte Personal haben wird. Befristete Verträge können zum Teil nicht verlängert und Auszubildende nicht übernommen werden.

Kage-Gnan betonte, dass die Situation bei den freien Trägern vergleichbar ist. Auch dort macht sich der demografische Wandel bemerkbar, auch dort werden zum Teil bereits einzelne Gruppen geschlossen und Personal reduziert. Die neue Heuchlinger Kita des freien Trägers ASB Wunderkinder direkt neben der Heuchlinger Grundschule soll im Herbst zunächst mit vier statt der ursprünglich geplanten fünf Gruppen anlaufen. 

Die Abteilung Familie und Bildung wird sich in den kommenden Monaten mit den freien Trägern austauschen und eine Strategie erarbeiten, um auf die sinkende Auslastung der Kitas und Krippen zu reagieren. Die Basis für diese Gespräche ist die umfassende Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -Betreuungsgesetzes, die derzeit in München beraten wird.