"Licht am Ende des Tunnels"
Antidepressionstag zum Thema Hoffnung
Der Antidepressionstag steht dieses Mal unter dem Thema „Hoffnung – was hilft, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen?“. Gerade in Zeiten von Krisen, Kriegen und Klimawandel fällt es vielen Menschen schwer, Hoffnung zu bewahren. Hoffnungslosigkeit ist jedoch ein zentrales Symptom von Depression und zugleich ein wichtiger Risikofaktor für ihre Entstehung.
Dr. Michael Groß, Vorstand der Caritas, spricht darüber, was es für Menschen bedeutet, wenn Hoffnung fehlt. Ohne Hoffnung haben sie oft nicht die Kraft, sich für die eigene seelische Gesundheit, Familie, Beruf oder die Gesellschaft einzusetzen. Sein Vortrag geht der Frage nach, was Hoffnung eigentlich ist, wie sie entstehen kann und wie sie sich stärken lässt – auch dann, wenn die Umstände scheinbar dagegen sprechen.
Der psychologische Psychotherapeut Benedikt Übler zeigt, wie die kognitive Verhaltenstherapie dazu beitragen kann, Hoffnung wiederzugewinnen. Therapeut und Klient betrachten festgefahrene Problemsituationen gemeinsam aus neuen Perspektiven. So kann selbst in unangenehmen oder lange vermiedenen Gefühlen ein neuer Sinn oder eine hilfreiche Funktion entdeckt werden. In einem Workshop zur hoffnungsbasierten Kommunikation wird das Thema anschließend praktisch vertieft.
Anhand von Praxisbeispielen erläutern Ernst Höfler, Oberarzt der Frankenalb-Klinik, und Susanne Jeschke vom Bündnis gegen Depression im Nürnberger Land, wie im Verlauf einer Behandlung neue Hoffnung entstehen kann. Entscheidend ist dabei auch, dass Behandelnde und Angehörige das Prinzip Hoffnung stellvertretend für Betroffene tragen, solange diese selbst kaum Hoffnung empfinden können.
In einem Workshop mit Ernst Höfler werden Fragen rund um das Thema Depression ausführlich beantwortet, zudem beleuchtet ein Film Entstehung, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zu Austausch und Diskussion.
Begleitet wird die Veranstaltung von einem „Markt der Möglichkeiten“. Hier können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte über Hilfsangebote im Nürnberger Land informieren und beraten lassen. Neben den Veranstaltern, der Frankenalb-Klinik Engelthal und dem Bündnis gegen Depression im Nürnberger Land e. V., sind auch Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen vor Ort
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen mit Depressionen, ihre Angehörigen sowie alle Interessierten. Sie bietet Raum für Information, Austausch und neue Impulse – und zeigt Wege auf, wie Hoffnung Schritt für Schritt wachsen kann. Das Programm finden Sie unter www.bezirkskliniken-mfr.de/anti-depressionstag/.
