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Tag des offenen Denkmals

"NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur"

Veranstaltungsinformationen

Genre:

Aktions- und Thementage

Datum:

13.09.2026

Uhrzeit:

Ganztägig

Veranstaltungsort:

Lauf und Ortsteile

Zum Tag des offenen Denkmals® laden bundesweit mehrere Tausend historische Bauten, Parks und archäologische Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, Kultur- und Geschichtsinteressierte zu Streifzügen in die Vergangenheit ein. Das diesjährige Motto „NetzWERKE“ rückt Denkmale in den Fokus, die seit Jahrhunderten Menschen verbinden – als Orte des Austauschs, der Identität und der Baukultur. Gleichzeitig bietet der Tag des offenen Denkmals® eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich mit Denkmaleigentümerinnen und -eigentümern sowie haupt- und ehrenamtlichen Denkmalpflegern zu vernetzen.

 

Das Programm in Lauf und den Ortsteilen:


Führung zur Historie der Elektrizität in Lauf 

Am Tag des offenen Denkmals gehen die Laufer Altstadtfreunde bei einem kostenlosen Stadtrundgang mit Wolfgang Pöhlmann der Frage nach, seit wann es in Lauf elektrisches Licht gibt. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr an der Schleifmühle Reichel. 


Kontakt:    Altstadtfreunde Lauf, Tel.: 09123 / 184 174
E-Mail:      info@altstadtfreunde-lauf.de

 


Stadtarchiv Lauf und Kirchenruine St. Leonhard, Spitalstr. 5

Während des Zweiten Markgrafenkriegs 1552/53 brannte ein Großteil des Spitalensembles der Glockengießer nieder. Auch die das Dach und die ganze Inneneinrichtung der Kirche von St. Leonhard fielen dem Feuer zum Opfer. Das Spitalgebäude wurde neu errichtet und beherbergt mittlerweile das Laufer Stadtarchiv und die Städtischen Sammlungen; St. Leonhard und der Pfarrhof blieben als Ruinen erhalten. Hier befindet sich auch letzte Ruhestätte des Nürnberger Glockengießers Hermann Keßler und seiner Frau Elsbeth, die 1374 die Glockengießer Spitalstiftung St. Leonhard ins Leben riefen und damit den Grundstein für die Versorgung, Betreuung und Pflege alter und kranker Menschen in Lauf legten.


Zum Tag des offenen Denkmals ist die Kirchenruine von 11.00 – 17.00 Uhr für Besucher geöffnet, um 11.00 Uhr, 13.30 Uhr, 14.30 Uhr und um 15.00 Uhr bieten die Laufer Altstadtfreunde kostenlose Führungen durch die Ruine und das Glockengießerspital (soweit zugänglich) an.


Kontakt:    Altstadtfreunde Lauf, Tel.: 09123 / 184 174
E-Mail:     info@altstadtfreunde-lauf.de



Wenzelburg, Schlossinsel 1

Wie an jedem Sonntag findet um 14.00 Uhr die Führung „Auf den Spuren Kaiser Karls IV.“ mit den Altstadtfreunden Lauf statt. Zu sehen sind unter anderem der historische Wappensaal, der Kaisersaal und die aktuelle Ausstellung in der Herrenstube. Treffpunkt ist im Innenhof der Burg.  


Kontakt:    Altstadtfreunde Lauf, Tel.: 09123 / 184 174
E-Mail:     info@altstadtfreunde-lauf.de



Industriemuseum Lauf, Sichartstr. 5 – 25

Die Lebenswelt städtischer Arbeiter und Handwerker von 1900 - 1970 steht im Industriemuseum Lauf im Mittelpunkt. Auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Gelände befinden sich unter anderem eine wasserradbetriebene Roggenmühle, ein Eisenhammerwerk, eine Wohnung aus der Wirtschaftswunderzeit und eine komplett erhaltene Ventilkegelfabrik aus dem 20. Jahrhundert. Das größte Einzelexponat des Museums ist eine Tandem-Dampfmaschine, Baujahr 1902.


Am Tag des offenen Denkmals finden in Zusammenarbeit mit den Altstadtfreunden Lauf um 11.30, 14.00 und 15.00 Uhr Kurzführungen (ca. 30 Minuten) durch die Kooperationsausstellung „Schau mal – denk mal!“ statt. Treffpunkt ist vor dem Kassengebäude des Industriemuseums. Die Führungen sind kostenlos. Wer darüber hinaus auch noch die Dauerausstellung des Museums besuchen möchte, kann im Vorfeld oder Anschluss an der Kasse den regulären Eintrittspreis bezahlen.

Kontakt:    Industriemuseum Lauf, Tel.: 09123 / 184 4060
E-Mail:      info@industriemuseum-lauf.de



Schleifmühle Reichel, Höllgasse

1988 wurde der Betrieb in der letzten noch erhaltenen Schleiferei in der Pegnitzstadt, die ab 1890 in Besitz der Familie Reichel war, eingestellt. 2004 mieteten die Laufer Altstadtfreunde das auf einer Insel in der Pegnitz gelegene Gebäude und sanierten es aufwändig; seit 2006 wird die Schleifmühle Reichel von ihnen als Museumsschleiferei betrieben.


Zum Tag des offenen Denkmals laden sie von 11.00 bis 17.00 Uhr zur Besichtigung der Mühle mit Schleifvorführung ein (von Besucherinnen und Besuchern mitgebrachte Messer werden nicht geschliffen). Sie informieren über die Geschichte der Schleifmühle und die Nutzung der Pegnitz als Energielieferant für einen Handwerksbetrieb. Der Zugang ist nicht barrierefrei, Hunde dürfen nicht mitgebracht werden.

Kontakt:    Altstadtfreunde Lauf, Tel.: 09123 / 184 174
E-Mail:      info@altstadtfreunde-lauf.de

 


St. Johanniskirche Lauf, Kirchenplatz 1

Von 11.00 bis 17.00 Uhr öffnet die Johanniskirche ihre Pforten. Ursprünglich als Kapelle erbaut, wurde St. Johannis im Jahr 1553 evangelische Pfarrkirche. Die Anfänge des Baus liegen vermutlich um die Mitte des 14. Jahrhunderts; der Turm stammt aus der Zeit der Renaissance. Wesentliche bauliche Veränderungen wurden noch einmal zwischen 1680 und 1710 vorgenommen. Der Altar mit sieben auswechselbaren Bildern ist ein Werk des Laufer Bildhauers Balthasar Götz und entstand ebenso wie Taufstein und Brandenstein-Orgel in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Kirchenfester zum Thema Paulus auf dem Areopag in Athen gestaltete Andreas Felger im Jahr 2005. 

Nach Bedarf finden für Erwachsene und Kinder Führungen durch die Kirche und auf den Turm statt. Gezeigt werden die zwei Geschosse der Türmerwohnung – und wer genügend Kondition für den Aufstieg hat und schwindelfrei ist, kann einen fantastischen Rundblick auf Lauf genießen (bitte an festes Schuhwerk denken). 

Speziell für Kinder wird um 14.00 Uhr eine etwa 45-minütige Führung durch die Kirche mit einem Erkundungsspiel eingeladen. Treffunkt ist am Taufstein, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zu einer Orgel-Erkundungstour für die ganze Familie lädt Kantor Andreas Schmidt um 15.00 Uhr ein. Kinder und Erwachsene dürfen das historische Instrument kennenlernen und auch ein paar Töne darauf spielen. 

Kontakt:    Susanne Koch-Schächtele, Tel.: 0151 / 22 89 01 11
E-Mail:      s_koch-schaechtele@web.de


Pfarrkirche St. Otto Lauf, Ottogasse 5

Die katholische Kirche St. Otto wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach den Plänen des Bezirksbaumeisters Johann Baptist Füssl im neuromanischen Stil errichtet und dem heiligen Bischof Otto von Bamberg (1102–1139) geweiht. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1902, die Kirchweihe am 4. Oktober 1903.
In den Jahren 1970/71 erhielt die Pfarrkirche durch einen Erweiterungsbau ein völlig neues Erscheinungsbild. An der Westseite wurde ein Querschiff angefügt, im Inneren die liturgische Ausrichtung der Kirche neu geordnet: Der Altar rückte in den Mittelpunkt des Schnittpunkts von Langhaus und Querschiff. So entstand ein harmonischer, lichtdurchfluteter Gottesdienstraum. Architektonische Elemente wie der weit gespannte Rundbogen zum Querschiff, ein Sandsteinfries im Erweiterungsbau sowie die sandsteingerahmte Apsis mit der Darstellung des Auferstandenen stellen eine gestalterische Verbindung zum neuromanischen Altbau her. Die Pläne für den Erweiterungsbau stammen von dem Nürnberger Architekten Hans Frieser.


Die Kirche ist am Tag des offenen Denkmals von 12.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Eine Führung, die sowohl um 13.00 Uhr als auch um 15.30 Uhr stattfindet, vermittelt einen kompakten Einblick in die Stadtgeschichte, die Entwicklung der katholischen Gemeinde sowie die Baugeschichte der Kirche. Dabei werden sowohl die architektonischen Veränderungen als auch deren liturgischer Hintergrund erläutert. Ein kleines Bilderpuzzle lädt dazu ein, ausgewählte Kunstwerke von Egino Weinert und Peter Kuschel näher kennenzulernen. Den Abschluss des Rundgangs bildet ein kurzer geistlicher Impuls in der Taufkapelle.


Kontakt:    Gerd Arnold, Tel.: 0176 / 81 71 76 32
E-Mail:      gerd@c-g-arnold.de



Kolerschloss in Neunhof, Schlossstr. 3

Der markante Schlossbau aus Sandstein prägt das Ortsbild Neunhofs. 1749 wurde der Herrensitz im Stil des Barock neu errichtet, nachdem der mittelalterliche Vorgängerbau seit der Zerstörung 1553 nur noch als Ruine erhalten gewesen war. Der Name des Schlosses erinnert an das Patriziergeschlecht Koler von Neunhof, das neben den Familien Geuder, Oelhafen und Welser an der Herrschaft Neunhof beteiligt war. 


Am Denkmaltag sind von 10.00 – 13.00 Uhr und von 13.30 – 17.00 Uhr die Innenräume mit Decken- und Wandstuckierung und frühklassizistischen Kachelöfen sowie Informationstafeln zur Baugeschichte zu sehen. Zudem werden bei Bedarf Führungen angeboten.


Kontakt:    Ewald Glückert, Arbeitskreis Denkmaltag Neunhof, Tel.: 09126 / 293 12 31 
E-Mail:      ewaldglueckert@t-online.de


Welser-Schloss in Neunhof, Welserplatz 1

Das private Welser-Schloss in Neunhof, das die Geschichte des oberdeutschen Handelshauses der Welser wieder lebendig werden lässt, kann von 9.30 – 12.30 Uhr und von 14.00 – 17.00 Uhr besichtigt werden. Ursprünglich wurde der Bau 1610 von der Nürnberger Patrizierfamilie Geuder begonnen. Während des 30-jährigen Krieges zerstört, wurde er von 1685 bis 1734 von der Nürnberger Linie der Familie Welser vollendet. Heute ist das Schloss im Besitz der Freiherrlich von Welserschen Familienstiftung. Berühmt ist die Innenausstattung mit den barocken Stuckaturen des Graubündner Künstlers Donato Polli und bemalten Leinwandbespannungen aus dem 18. Jahrhundert, die Szenen aus Ovids „Metamorphosen“ und eine bewaldete Landschaftsszenerie mit idealisierten fränkischen Herrensitzen zeigen.

Kostenlose Einlasskarten für die Führungen, die alle 30 Minuten stattfinden, können bis zum 12. September unter Welser-Schloss@t-online.de vorbestellt werden. Das Fotografieren in den Innenräumen des Schlosses ist nicht gestattet.

Kontakt:    Ewald Glückert, Arbeitskreis Denkmaltag Neunhof, Tel.: 09126 / 293 12 31 
E-Mail:      ewaldglueckert@t-online.de



Brauerei Wiethaler in Neunhof, Welserplatz 7

Die Tradition der mehrfach ausgezeichneten mittelständischen Privatbrauerei geht auf die 1498 eröffnete Schankstätte zur Goldenen Krone, heute Brauereigasthof Wiethaler, zurück. Das Gasthaus wurde 1702 als Fachwerkbau neu errichtet. Im Brauhaus gegenüber erhält man einen Einblick in das Handwerk des modernen Brauwesens. Hier werden verschiedene Bierspezialitäten handwerklich gebraut und selbst abgefüllt. Die Brauerei unterstützt die heimische Landwirtschaft durch den Ankauf von Hopfen und Malz aus dem Nürnberger Land. 


Am Tag des offenen Denkmals kann die Brauerei von 10.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Dazu werden nach Bedarf halbstündige Führungen angeboten. Treffpunkt ist im Brauereihof


Kontakt:    Brauerei Wiethaler, Tel.: 09126 / 76 51
E-Mail:      info@brauerei.wiethaler.de

 

Das ausführliche Programm des Tags des offenen Denkmals finden Sie unter: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Veranstaltungsinformationen

Genre:

Aktions- und Thementage

Datum:

13.09.2026

Uhrzeit:

Ganztägig

Veranstaltungsort:

Lauf und Ortsteile